"Me, Myself and I"

Das Motto des #RC19

Noch nie war es so einfach, sich selbst auszuleben. Persönliche Interessen zu pflegen, Neigungen nachzugehen, für die eigene, ganz individuelle Entwicklung zu sorgen. Das Internet macht jede Art von Fach- und Nischenwissen ganz einfach zu haben, wir können so ziemlich jedes Device an uns selbst anpassen, wählen unsere Apps aus, tracken unser einzigartiges Leben.
Die Generationen Y und Z kennen das nicht anders. Schon im jungen Alter werden sie von ihren Eltern zu Selbstständigkeit und Unabhängigkeit erzogen. Die Jugendlichen und jungen Erwachsenen von heute sind selbstbewusst, wissen, was sie können, und sind auf der Suche nach Bestätigung von außen.

Diese Entwicklung ist auch im Bereich Personalmarketing und HR stark spürbar geworden und führt zu neuen Herausforderungen, aber auch Möglichkeiten. Junge Männer und Frauen fordern zum Beispiel an ihre individuellen Bedürfnisse anpassbare Arbeitszeiten, flache Hierarchien oder die Möglichkeit, im Home-Office zu arbeiten. Außerdem wollen sie sich im Spannungsfeld zwischen Arbeit und Privatleben stärker positionieren (Stichwort: Selfcare, Achtsamkeit, Work-Life-Balance und so weiter) und selbst Entscheidungen treffen.

Um potenzielle Bewerber aus dieser Zielgruppe also auf sich aufmerksam zu machen, bedarf es mehr einer schnöden Stellenanzeige. Arbeitgebermarken müssen detailliert und passgenau definiert werden. Gen Y und Z wollen wissen: Wer seid ihr und warum passt ihr genau zu mir?

Digitale Technologien bieten dabei großes, in vielen Fällen aber noch stark unterschätztes Potenzial. Klar: Die Suche nach Talenten wird mehr und mehr in den Online-Bereich verlagert. Algorithmen filtern die sozialen Netzwerke nach geeigneten Kandidaten für ausgeschriebene Stellen und helfen Personalern, die optimalen Kandidaten zu finden. Auch Bewerbungsverfahren werden zunehmend automatisiert, was den Prozess sowohl für Arbeitgeber als auch für Bewerber deutlich vereinfacht. So weit, so bereits gemacht. Oder doch nicht? Das Potenzial der digitalen Technologien bleibt vor allem in regionalen mittelständischen Unternehmen häufig ungenutzt. Resultat: Fachkräftemangel.

Mit diesen Entwicklungen wollen wir uns im Rahmen des #RC19 auseinandersetzen. Wir beschäftigen uns gezielt mit dem aktuellen Stand, aber werfen auch bewusst einen Blick in die Zukunft. Wie können KI, Big Data, Digitalisierung und Automatisierung genutzt werden, um Recruiting-Prozesse zu vereinfachen und wozu werden sie in naher und ferner Zukunft im Stande sein? In inspirierenden Key Notes, Streitgesprächen und kreativen Workshops diskutieren wir, ergründen Chancen und Potenziale und beseitigen Unsicherheiten und Ängste.